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Die Mitte schon gefunden?
In Armenien erzählen sich die Menschen folgende Fabel: Ein Mann besass eine Geige mit einer Saite, über die er den Bogen stundenlang führte, den Finger immer auf der gleichen Stelle haltend. Seine Frau ertrug dieses Geräusch sieben Monate lang in der geduldigen Erwartung, dass der Mann entweder vor lauter Langeweile sterben oder das Instrument zerstören würde. Da sich jedoch weder der eine noch der andere Wunsch erfüllte, sagte sie eines Abends: „Ich habe gesehen, dass dieses wundervolle Instrument, wenn es andere spielen, vier Saiten hat, über die sie den Bogen führen, und dass die Spieler ihre Finger immer hin und her bewegen.“ Der Mann hörte einen Augenblick lang auf zu spielen und sagte zu seiner Frau: „Ja, die andern bewegen ihre Finger ständig hin und her. Sie suchen die richtige Stelle. Ich aber habe sie gefunden.“
Über diese Geschichte kann man schmunzeln. Aber sie kann uns auch nachdenklich machen und wir müssen uns die Frage stellen: Habe ich in meinem Leben schon die richtige Stelle gefunden? Habe ich für mein Leben die Mitte gefunden, den Punkt, der alles zusammenhält?
Wir müssen eben ziemlich lange suchen, bis wir diesen Punkt gefunden haben, der unser Leben zusammenhält. Wir müssen viele Stellen ausprobieren, bis unser Leben harmonisch sein kann.
Wir Menschen können jeden Tag als Geschenk annehmen. Wir können in den vielen Grautönen des Tages noch die Kostbarkeiten spüren, die man sonst selten beobachtet: Es sind die Kleinigkeiten, die uns täglich neu geschenkt werden…
P. Erich
Kontakt: Pfarreisekretariat, Gossauerstr. 18. 9246 Niederbüren, 071 422 13 19
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